Galerie Galerie KELIM Logo

Kurdische Textilkunst
von Anatolien bis Chorasan
Ausstellung vom 4. 4. bis 29. 4. 2000

Kordi Çihan Beyli Çihan Beyli

Kordi Kordi Kordi

Jajim Kurdischer Teppich Jajim Malatya Kelim

Sumakh Sofreh

« Zurück

© Galerie Galerie KELIM Logo

Die Kurden sind ein uraltes indoiranisches Volk, das bereits zu Zeiten der Meder in den Regionen lebte, die heute noch kurdisch besiedelt sind. Der Name Kurd läßt sich bereits 640 v. Chr. für die Nomaden nachweisen, die die Hochebenen und Gebirge zwischen Armenien und den Zagros-Gebirgen bewohnten. Weitere wichtige spätere Siedlungsgebiete erstrecken sich von Zentralanatolien bis Nordostpersien.
Diese Regionen sind tausende Kilometer voneinander entfernt und waren oft über Jahrhunderte in ihrer kulturellen Weiterentwicklung voneinander getrennt. Umso mehr beeindruckt die unverfälschte Weitergabe der Mustertradition und der Web- und Knüpftechniken. Diese hat trotz der Unabhängigkeit voneinander die gemeinsame Symbolik fast vollständig bewahrt.
Es zeigt den hohen Stellenwert, den die kurdischen Frauen ihren Stammessymbolen beimaßen. Nur in der Farbharmonie gab es Anpassung, da die Färbepflanzen der Region und die damit gefärbte Wolle auf dem lokalen Markt die Auswahl bestimmte. Trotzdem läßt sich meist sofort erkennen: Das ist

Kurdische Textilkunst.

So entstand die Idee, durch das Nebeneinanderstellen von kurdischen nichtkommerziellen Web- und Knüpfarbeiten aus den verschiedensten Regionen des Orients diesen Urelementen der textilen kurdischen Tradition näher zu kommen.
Es werden mehr als 60 Exponate von Zentralanatolien bis Nordostpersien, unter anderem auch Taschen, Vorratsbehälter, Jajims, Cicims, Sofreh etc. aus dem Alltag der Nomaden gezeigt. Das Alter der Stücke reicht vom 18. Jh. bis zum 1. Drittel des 20. Jh.

Herzlich willkommen
Werner Brändl